HANDOUT

für Schnee-Sport-Fahrten                                                            Stand 2015

 

 

 

 

1. Anreise/Abreise/Busfahrt

 

-Bequeme Reisekleidung, evtl. auch Schlafsack für die Nachtfahrt

-Winterfeste Kleidung für die Ankunft: Handschuhe, Mütze, festes Schuhwerk

-Gepäck so gering wie möglich halten, besser zwei kleine Taschen, statt einem großem Koffer

-Rucksack nicht vergessen/Bettwäsche/Schlafsack und Handtücher mitnehmen

-Lebensmittel für den Ankunftstag, meist ist die erste Malzeit am Abend

 

 

 

2. Vor Ort

 

-Preise in der Gastronomie ähnlich wie bei uns, daher entsprechend an Taschengeld denken

-Durch Mitnahme oder Kauf vor Ort, von Trinkpacks lassen sich die Kosten senken

-Supermarkt im Ort vorhanden

-Das mitgebrachte Leergut muss von der Hütte selbstständig entsorgt werden !!

 

 

 

3. Kleidung

 

-Festes Schuhwerk, Wasser abweisend

-Skisocken/Kniestrümpfe ohne Applikationen/Zopfmuster etc. (Druckstellen!)

-Lange Unterhosen ohne Bündchen am Bein (Druckstellen!)

-Funktionale Skikleidung

-Mindestens. 2 Paar Handschuhe (Fingerhandschuhe)

-Keine Schals beim Skisport (Verletzungsgefahr!) besser hoch schließende Pullover/Halswärmer

-Sonnenbrille & Schneebrille

-Sonnenschutzmittel mit entsprechend hohem Lichtschutzfaktor

-Hausschuhe in der Unterkunft sind nie verkehrt

 

 

 

4.Sonstiges

 

-Bitte die Skilehrer/Reiseleitung vorab über evtl. Vorschädigungen, Krankheiten und 

  notwendigen Medikamentenkonsum informieren

-Die Schüler sollten ein auslandsfähiges Handy dabei haben








Schneesport an Schulen

 

 

 

Ein Konzept für Schulen, die noch keine schneesportorientierten Kurse anbieten;

als Planungs -und Praxishilfe für den/die durchführenden Lehrer.

 

 

 

Schneesportkurse anzubieten und durchzuführen liegt heute voll im Trend.

 

 

Der Begriff Schneesport beinhaltet:


 

- Skifahren (alpin)

 

- Snowboarden

 

- Skifahren (nordisch: skaten und klassisch)

 

- Telemark

 

 

Schulen müssen heute verstärkt auch marketingbezogene Strategien entwickeln, um sich einen entsprechend „guten Ruf“ zu verschaffen.

 

 

Kritischen Anmerkungen, hinsichtlich des Verdachtes einen „Skiurlaub“ auf Kosten der Schüler zu veranstalten, ist frühzeitig durch eine entsprechende konzeptionelle

Vorbereitung entgegenzutreten. (Tipps zu geeigneten Unterrichtsmaterialien liefern wir gern.)

 

Die Zielgruppe sind die Klassen 8 – 13.

 

 

 

 

 


Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung:

 

                                               REISEN SPORT&SPASS

Joachim Pohl

Düversbrucher Str. 38

49448 Hüde, Tel.: 05447/1800, Mobil: 0175/5606001

 

 

 

 

Taktische Überlegungen:

 

 

Die Bedenken gegen die Durchführung von Schneesportkursen sind vielfältig und sollten vorher bedacht werden:

 

 

-         Haben wir bisher nicht gebraucht, warum denn jetzt…

-         Viel zu teuer…

-         Dabei gibt es nur Verletzte und das macht Scherereien…

-         Umweltsauerei…….

-         Oh je, der Stundenausfall…..

-         Da machen sich die Lehrer mal wieder einen netten Urlaub…..

-         Skifahren hat doch nichts mit Schule und Lernen zu tun…

 

 

Um diesen und anderen Einwänden frühzeitig den Wind aus den Segeln zu nehmen,

ist ein taktisches Vorgehen angebracht.

 

 

Wen muss ich wie für mein Anliegen gewinnen?

 

 

- Ist/sind die Schulleitung

- …          die Sportfachkonferenz,

- …          meine Kollegen,

- …          die Eltern,

- …          die Schüler dafür?

 

 

Nachfolgendes Konzept soll Ihnen bei der Klärung der aufgeworfenen Fragestellungen eine Hilfe sein und sie bei der Vorbereitung und Durchführung der Fahrt unterstützen, bzw. entsprechende Anregungen geben.

 

Denn: Schneesport an der Schule sollte sich nicht auf eine „Skiwoche“ beschränken.

 

Die Möglichkeiten, Themenkomplexe aus den Bereichen der alpinen Fortbewegungsmittel in den normalen Unterricht einzubauen sind vielfältig.

 

Zudem nimmt ein langfristig aufgebautes Unterrichtkonzept auch den Makel der Urlaubswoche.

 

Mathematik und Physik:

Ø  Berechnungen von Hangabtriebskräften, Zentrifugalbeschleunigungen Formelberechnungen und diverse andere Kraftberechnungen

Ø  Hangneigungsberechnungen und physikalische Lawinenforschung

Ø  Aber auch Aufbau und Berechnung von Beförderungsanlagen

Ø  Taillierungsvariationen der Skier/Snowboards und ihre Auswirkungen Schleifwinkel…

Ø  Reibung und Widerstand

etc…

 

Erdkunde/Biologie/Gesellschaftswissenschaften:

ü  Veränderungen der Gebirgslandschaft, positive und negative Folgen des Massentourismus

ü  Auswirkungen auf Fauna und Flora

ü  Entwicklung der Gletscher

ü  Lawinen und ihre Entstehung/Vermeidung

ü  Die Entwicklung der Gebirgstäler mit und ohne Tourismus

ü  Skitourismus im Wandel der Zeit

etc….

 

 

Pädagogik:

Gruppendynamischer Aufbau einer Skiwoche:

  • Kennenlernen
  • Gruppenfindung verstärken und festigen
  • Gruppen - und Rollenverhalten kennenlernen und hinterfragen
  • Diverse Unterrichtsformen im Schneesport herausarbeiten
  • Methodische und didaktische Grundsätze kennenlernen

etc…

 

 

Sport:

Themenbereiche aus Bewegungs– und Trainingslehre

Praktisch:

Allgemeine Förderung der Kondition, spezielle Schneesportgymnastik.

Schnellkraft und Koordinationsübungen.

 

Sehr bewährt hat sich auch, ein Semester begleitendes Programm im Inlineskaten/Skateboarden.

Viele der Bewegungen aus dem Ski– und Snowboardfahren sind auf diese beiden Sportarten sehr gut übertragbar.

 

Alle Leistungssportler benutzen inzwischen Inliner und Skateboard als Sommertrainingsgeräte.

 

Da so gut wie alle Schüler die entsprechende Ausrüstung haben, ist auch die Organisation kein Problem.

 

 

 

 

Den Abschluss des Semesters Schneesport, bildet dann die Schneesportwoche in den Bergen.

(Im Rahmen der Vorbereitung ist auch der Besuch einer Skihalle eine recht kostengünstige und effektive Vorbereitungsmöglichkeit.)

 

 

 

 

 

Zur Vorbereitung und Durchführung der Reise ein paar Denkanstösse:

 

(Kürzel:

AV= allg. Vorbereitung

VUS= Vorbereitung für Unterkunft u. Skigebiet       

VO =Vorbereitungen vor Ort )

 

Allgemeine Vorbereitungen

AV-Einverständnis der Eltern, Sporttauglichkeit, Krankheiten, Allergien etc..

 

AV-Versicherungen

 

AV-Ausrüstungscheckliste für die Schüler

 

AV-Eigene Ausbilderqualität ausreichend, oder mal wieder eine Fortbildung machen?

 

AV-Genug Ausbilder vorhanden? (Gruppenstärke max. 8 Personen)

 

AV-Anreise per Bahn, Bus oder Privat? (Vor-/Nachteile und Kosten abwägen)

 

AV-Frühzeitig mit dem Liftpassbüro die Konditionen für die Skipässe besprechen.

 

AV-Sinnvoll sind Reisen ab 30 Personen. Sollte die eigene Gruppe zu klein sein, Kooperationen mit anderen Schulen suchen, oder weitere Jahrgänge/Eltern/ ehemalige Schüler ansprechen.

 

AV-Für die Benotung von Schneesportleistungen ein Anforderungsprofil erarbeiten und jeweils an die neuesten Erkenntnisse aus den Lehrplänen anpassen.

 

AV-Schneesportreisen sind teuer. Mit den Eltern und Schülern einen Finanzplan aufstellen. Vierteljährliche Teilzahlungen, oder Schul-/Schüler-Aktionen, die Geld einbringen, verhindern Zahlungsengpässe.

 

AV-Für die Reise: Videokamera/Fernseher/Beamer/Funkgeräte besorgen.

 

Allgemeine Vorbereitungen und Vorbereitungen vor Ort:

AV und VO-Eigenes Material überprüfen: Entsprechen Material und Ausrüstung dem Anforderungsprofil einer qualifizierten Ausbildung?

 

AV und VO-Qualifizierte Personen finden, die die Reise dokumentieren und werbewirksam aufbereiten können. Zeitungsartikel etc…

 

AV und VO-Für ein evtl. Abschlussrennen, Anmeldung bei der Bergwacht und Sicherungsmaßnahmen beachten, frühzeitig um Kippstangen, Bohrer etc. kümmern.

 

AV und VO-Bezahlung der Skipässe/Unterkunft/Verpflegung vorher regeln. Entsprechend Bargeld, Schecks, Kreditkarte mitnehmen.

 

AV und VO-Telefonnummerplan erstellen: Handynummern der Schüler/Telefonnummer der Eltern, Schule/Schulleitung, Arzt/Krankenhaus, Apotheke, Bergrettung, Liftgesellschaft, Unterkunft/Vermieter, Sportgeschäft bzw. – Verleih, Kollegen, Busgesellschaft/fahrer………

u. U. Getränkelieferant, Bäckerei, Fleischerei, Supermarkt,

 

Vorbereitungen für Unterkunft und Skigebiet:

VUS-Da meistens Anfänger, Skigebiet nicht zu groß wählen (unnötige Kosten für den Skipaß)

 

VUS-Lage des Hauses zum Skigebiet (entweder kurzer Fußmarsch oder direkter Einstieg in den Skibus max. 5min zum Lift)

 

VUS-Schneesicheres Skigebiet auswählen

 

VUS-Lage und Qualität des Einsteiger/Übungsliftes (nicht zu steil, groß genug, mit Gegenhang, Achtung: evtl. von der örtlichen Skischule belegt.)

 

VUS-Unterkunft mit Verpflegung oder in Selbstversorgung (günstiger, aber mehr Aufwand, dafür aber ein nicht zu unterschätzender gruppendynamischen Effekt).

 

VUS-Ist nur eine Gruppe im Haus oder mehrere?

 

VUS-Musik, Party`s im Haus erlaubt oder nicht?

 

VUS oder VO-Material vor Ort besorgen oder zu Hause, Preis und Qualitätsvergleich

 

Vorbereitungen vor Ort:

VO-Ausstattung/Ausbildung der Schneesportlehrer kontrollieren ( 1.Hilfe Ausbildung/Paket, Werkzeug, Handy, mit den Nummern der Bergrettung, Arzt/Krankenhaus und der Kollegen abgespeichert)

 

VO-Zimmeraufteilungen Mädchen/Jungen schon bei der Buchung beachten

 

VO-Eigene Schneesport-Handynummer an die Schüler

 

Etc…

 

 

 

 

 

 

UND GRUNDSÄTZLICH STEHT DIE QUALITÄT EINER SKIREISE IM VORDERGRUND!

 

+ Lage des Hauses (nur direkt im Skigebiet)

+ Keine langen Skibusfahrten vor dem Skifahren

+ Gute Skilehrer (gegelmässige Fortbildungen sind verpflichtend)

+ Top-Material (Kurzski mit Sicherheitsbindung)

 

UND NICHT DER NIEDRIGSTE PREIS!!

Dies gilt es der Schulleitung und den Eltern und Schülern zu vermitteln.
Wichtig für einen modernen Skikurs:

 

Gelände:

Flacher Hang, am besten mit Gegenhang.

Aufstiegshilfe: Seil, Teller- oder Ankerlift.

 

 

Materialien:

KURZSKI, kurze Kippstangen, Hütchen etc..

 

 

Eine Aufwärmphase vor den Übungseinheiten wird grundsätzlich vorausgesetzt.

Dies kann nach Festlegung der Inhalte und Schwerpunkte auch von den Schülern übernommen werden.

 

 

Prüfungsfahrten:

 

-         es sollten zwei Prüfungsfahrten in die Benotung einfließen.

-         Z.B eine freie Abfahrt und eine Abfahrt mit Aufgabenstellung/en

Die Bewertungskriterien richten sich einerseits nach den Aufgabenstellungen und bei der freien Abfahrt, in nachfolgender Wertigkeit nach folgenden Kriterien:

 

o        - Ist die Fahrt kontrolliert oder nicht

o        - Stimmen Lage und Position

o        - sind die Grundfunktionen (Kanten, Drehen, Belasten) zu erkennen

o        - Ist die Fahrweise sportlich

o        - Wie hoch ist die Steuerqualität

o        - Neutrale Hüftposition, dominanter Außenski und Körperspannung vorhanden

o        - Arm- /Stockarbeit:

o        - Rhythmische Fahrweise, Schwung an Schwung (keine Schrägfahrten)

o        - Kann der Schüler auch Feinregulationen vornehmen

o        - Baut der Schüler zusätzliche Schwierigkeiten ein (Sprünge, Freestyle,….)

 

Um auch Schülern eine gute Note geben zu können, die als Einsteiger die Skireise beginnen, bietet es sich an, eine sog. Entwicklungsnote mit in die Gesamtnote einzubeziehen.

Diese ergibt sich aus den Tagesnoten (Beteiligung am Unterricht, theoretisches Wissen, fahrtechnische Fertigkeiten und Umsetzungspotential).

 

 

Insgesamt könnte eine Bewertung nach folgendem Schlüssel erfolgen:

 

 

Vornote(z.B. Inlineskaten):                          einfach (x1)

 

Tagesnoten:                                                 doppelt (x2)

 

Rennlauf:                                                       einfach (x1)

 

Prüfungsfahrten:                                           doppelt (x2)

 

Theorie:                                                        einfach (x1)

 

Die Theorienote ergibt sich aus Referaten und Ausarbeitungen, Vorbereitungen von Gruppenabenden etc….

 

 

Zum guten Schluß:

 

Bitte vergessen Sie nicht die gruppendynamischen Möglichkeiten, die eine Schneesportreise in sich trägt. Nutzen Sie für die Gruppenstruktur innerhalb der Klasse/des Kurses die guten Möglichkeiten eine tolle und positive Gruppenstimmung

zu erzeugen.

Schneesport bedeutet Emotionen zu leben und auch auszuleben, feiern gehört dazu.

 

Gruppenabende mit Tanz, Theater und Klamauk…..,

Rodeln und Skifahren/Snowboarden bei Nacht, sorgen bei den Kursteilnehmern und natürlich auch den Lehrern für gute Stimmung.

 

Und so soll es ja auch sein!!

 

Viel Spaß!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5.Telefonnummern:

 

Joachim           01755606001